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Burgenland Online seit 10.05.2026, 00:02 Uhr
Neusiedl am See: Brandeinsatz in Parndorf
Am 6. Mai 2026 um 10:58 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Parndorf zu einem „B2-Silobrand“ in Parndorf alarmiert. Binnen kürzester Zeit rückten die Feuerwehrmitglieder mit KDO, RLFA und GTLFA sowie mit 13 Einsatzkräften, darunter sieben Atemschutzträgern, zur Einsatzstelle aus. Im Zuge der Lageerkundung stellte sich heraus, dass es sich entgegen der Alarmierung nicht um einen Brand in einem Silo, sondern um eine starke Rauchentwicklung aus dem Heizraum eines stillgelegten Wohnhauses handelte.
Nach Rücksprache mit anwesendem Personal stellte sich heraus, dass sich bei Arbeiten zur Demontage eines seit Jahren außer Betrieb befindlichen Heizöltanks die darin befindliche Schlacke entzündet haben dürfte. Aufgrund des zunächst unklaren Ausmaßes wurden abschnittsübergreifend Nachbarfeuerwehren mit dem Einsatzstichwort „ATS-Träger werden benötigt“ nachalarmiert.
Da sich das Brandgeschehen auf eine Räumlichkeit im Kellergeschoss begrenzte, wurde dieses unter schwerem Atemschutz mit Löschschaum bekämpft, um eine Ausbreitung zu verhindern. Im Laufe des Einsatzes wurden insgesamt fünf ATS-Trupps eingesetzt, um Löscharbeiten sowie Be- und Entlüftungsmaßnahmen durchzuführen. Gegen 12:30 Uhr konnte schließlich „Brand aus“ gemeldet und mit den Nacharbeiten begonnen werden. Durch das rasche Eingreifen der Feuerwehr konnte ein Übergreifen der Flammen auf das Wohnhaus verhindert werden. Zwei Arbeiter, die sich während der Brandentstehung im betroffenen Raum befanden, wurden mit Verletzungen unbestimmten Grades zur Kontrolle in ein Krankenhaus gebracht.
Insgesamt standen elf Fahrzeuge und 40 Einsatzkräfte der Feuerwehren, drei Fahrzeuge und sechs Einsatzkräfte des Rettungsdienstes sowie sechs Einsatzkräfte der Polizei im Einsatz.
Während die Einsatzbereitschaft wiederhergestellt und der Brandeinsatz beendet wurde, erfolgte um 13:20 Uhr eine weitere Alarmierung zu einem Folgeeinsatz in das PADO 2. Dort musste ein Pkw, der in einen Entwässerungsgraben geraten war, mit dem Kran geborgen und wieder auf der Fahrbahn abgestellt werden. Nach rund einer Stunde konnten die neun eingesetzten Kräfte mit KDO, RLFA und Kran einrücken und die Nachbereitung fortsetzen.
Nach über vier Stunden war die Einsatzbereitschaft der Freiwilligen Feuerwehr Parndorf wieder vollständig hergestellt.
Fotos: FF Parndorf